Wie wird Lachgas inhaliert?

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Wie gefährlich ist Lachgas?

Das Anästhesiegas wird zur Schmerzlinderung in der Zahnmedizin und bei Geburten eingesetzt, außerhalb dieser zulässigen Anwendungsgebiete besteht jedoch eine rechtliche Grauzone. Lachgas dient seit dem späten 19. Jahrhundert als Partydroge. Am beliebtesten ist es in Großbritannien und auf vielen Festivals in Europa ist es bereits aufgetaucht. Laut der Global Drug Survey nimmt es in den 50 Ländern, die an der Studie teilnahmen, den siebten Platz unter den beliebtesten Drogen ein.

Die rechtmäßige Nutzung von Sahnekapseln dient dem Einsatz in Siphonflaschen zum Kochen. Das Gas steht in den Kartuschen unter Druck, weshalb sie in einem Siphon geöffnet werden müssen, da andernfalls das Gas in die umgebende Luft austreten würde. Die Kartuschen werden danach eiskalt, was zu Erfrierungen führen kann.

Wer Lachgas direkt aus Kartuschen und „N2O-Kapslern“ inhaliert, erleidet mitunter Erfrierungen an Lippen und Mund. Dies ist der Hauptgrund, weshalb zum Inhalieren von Lachgas Ballons verwendet werden. Wird Lachgas über einen langen Zeitraum inhaliert, entsteht ein Mangel an Vitamin B12, einem Nährstoff, der in Fleisch und Milch enthalten ist. Ein Vitamin-B12-Mangel kann langfristig Nervenschäden zur Folge haben.

Lachgaspatronen von einem Festival

Sind jemals Menschen durch das Inhalieren von Lachgas gestorben?

Einige Menschen sind erstickt, nachdem sie das Bewusstsein verloren hatten, während Mund und Nase mit einem Schlauch oder einer Maske verbunden waren oder sich der Kopf in einer Tüte mit Stickstoffmonoxid befand. Im Jahr 2007 wurde in Birmingham ein 23-jähriger Mann zu Hause neben einer großen Gasflasche mit Lachgas tot aufgefunden. In der Nähe fand man zudem eine Plastiktüte und der Pathologe kam zu dem Schluss, dass der Mann aufgrund der Inhalation des Gases erstickt war.

Bei den meisten Todesfällen im Vereinigten Königreich handle es sich um Erstickungstode im Zusammenhang mit Plastiktüten, so Dr. John Ramsey. Er ist Toxikologe und gehörte zu dem Team, das die Zusammenstellung der Daten unterstützte.

„Es hat in den letzten 40 Jahren ungefähr etwas mehr als 40 Todesfälle gegeben. Sie sind wirklich selten“, erklärt Dr. Adam Winstock, Facharzt für Psychiatrie und Gründer der Global Drug Survey.

Die Sterbeziffern können schwer zu vergleichen sein, jedoch stand Lachgas im Vereinigten Königreich 2011 mit einem Todesfall in Zusammenhang. Dies war weniger als Heroin und Morphium (2652 Tote), Kokain (112 Tote), Ecstasy (13 Tote) und Cannabis (sieben Tote).

Die Mehrheit derjenigen, die das Gas konsumieren, verwendet dazu laut Untersuchungen Ballons. Wird N2O aus Ballons inhaliert, besteht keine Erstickungsgefahr. Der Körper wird betäubt und verwirrt, was ein Verletzungsrisiko durch Stürze darstellt.